VASILIJE JOSIP JORDAN

 

Jordan wurde 1934 in Zagreb geboren. Er besuchte dort die Schule für Angewandte Kunst und die Akademie für Bildende Kunst. Seit 1960 hatte er über 400 Ausstellungen im In- und Ausland, darunter Einzelausstellungen in allen bedeutenden Städten Kroatiens und in Europa: Antwerpen, Brüssel (Galerie Isy Brachot), Paris, Rom, Mailand, Venedig (Galerie Santo Stefano), Bologna, Stuttgart, Köln (Inter Art Galerie Reich).

Jordan ist ordentlicher Professor für Malerei und Zeichnung an der Kunstakademie in Zagreb und mehrfacher Preisträger für Malerei, u.a. erhielt er 1969 den Preis der Stadt Zagreb und im Jahre 1992 die bedeutende Auszeichnung "Vladmir Nazor".

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Jordan eine eigenständige Variante des Surrealismmus, die sich in der verborgenen Poesie eines beunruhigenden Mysteriums äußerte. Er unterschied sich damit von herkömmlichen surrealistischen Strömungen in Europa. 1981 hatte er eine gemeinsame Ausstellung mit Paul Delvaux.

 

Die Arbeiten von Jordan wurden von bekannten Kunstkritikern wie Patrick Waldberg, Stéphane Rey und Alain Bosquet besprochen.

 

"Paradiesgarten", 50 x 60 cm, Öl/Leinwand

Die Welt ist ein Theater. Daran erinnert die Malerei des kroatischen Künstlers. Die Unwirklichkeit der Szenerie wird unterstrichen durch eine illusionistische Draperie. Die Figuren, die vor antiken Architekturen posieren, heben sich zart und fragil vom dunklen, in rot-braunen Farbtönen gehaltenen Hintergrund ab. Auf Jordans poetischer Bühne sieht man Damen im Korsett, Herren mit Strohhüten, Kinder in Matrosenanzügen. Diese vergangene Welt der "Belle Epoque" scheint in einem verstaubten Album mit alten Photographien wiederentdeckt worden zu sein.

 

"Aschen der Zeit", 1996 "Photograph", 1991

 

"Laguna", 1996 "Paradies", 50 x 60 cm, Öl/Leinwand

 


 

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